27. Januar 2012 - Stadt-Beobachtungen
Einiges lernt man z’Basel nur, wenn man es am eigenen Leib erlebt. Eine der Notizen an mich selber ist: Niemals, aber auch wirklich niemals via Joggeli fahren, wenn ein FCB-Match ist, und auch nicht, wenn gleichzeitig noch die Swiss Indoors stattfinden und erst recht nicht, wenn man es eilig hat ...
Weiteres beachte ich seit ein paar Jahren: Samstags bin ich immer vor 12.00 Uhr wieder zu Hause. Kinderwagen, Hundeleinen, Teenagergruppen und gefühlte eine Million paar stampfende, gestresste und zielorientierte Paar Schuhe sind samstags zwischen 12.00 und 17.00 Uhr in der Stadt unterwegs. Dafür fehlen mir die Geduld und die nötige Tole-ranz. Deshalb wird zwischen 9.00 und 12.00 Uhr der Stadtbummel gemacht. Da um die-se Uhrzeit nicht sehr viel los ist, nimmt man auch die Umgebung noch war, man sieht seine eigenen Füsse noch.
In letzter Zeit sind mir einige Dinge in Basel aufgefallen, die ich echt bizarr finde:
Warum ist es vor dem Globus immer nass? Vielleicht ist das ein Zufall, aber jedesmal, wenn ich dort durchlaufe, ist es nass. Putzwut? Laufen die dort stehenden Bretzel-Waagen aus? Ich weiss es nicht. Vielleicht frage ich mal nach, nur so aus Spass, hehe.
Und weshalb gibt es Dohlen im Supermarkt? Das ist schon schräg. Ich kann mir das nur so erklären, dass die Dohle schon da war, als der Supermarkt eröffnete oder die Dohlen werden dafür benutzt, wenn etwas ausläuft oder beim Bodenputzen ein Handgriff weni-ger benötigt wird. Schräg ist es auf jeden Fall, denn der erste Gedanke ist ja wohl: Es regnet doch nicht etwa im Supermarkt? Und: Wer klebt eigentlich die kleinen roten Kle-ber („Sie befinden sich hier“) an alle Tramhaltestellen? Ich habe mir das genauer ange-schaut, und diese Kleber sind wirklich von Hand aufgeklebt worden. Hat das die Sekretärin der BVB gemacht oder der Plakataufhänger, wie viele Kleber mögen das gewesen sein? Aber eigentlich schön, dass noch etwas von Hand gemacht wird. Wenn ich nämlich die Wahl habe zwischen einem industriell hergestellten – zum Beispiel – Sandwich und einem selbstgemachten – fällt die Wahl wohl leicht, oder nicht?
E Guete.
An-Zoe
